Johann Peter Hundeiker
"Er war ein edler und hoher Geist, welcher in seinem engeren Kreise, wie für die Welt, Gutes wollte und that." (aus: Neue Nekrolog der Deutschen,1838)

Johann Peter Hundeiker wurde am 29.11.1751 in Groß Lafferde geboren.

Für seine Schulzeit verließ er Lafferde und besuchte Schulen in Braunschweig und Peine. Seine negativen Schulerfahrungen ließen seinen Wunsch wachsen Lehrer zu werden. Ihm war wichtig kein Pauker mit Rohrstock zu werden, sondern ein Erzieher und Förderer der Jugend.

Da sein Vater strikt gegen ein Studium war, widmete er sich zunächst dem Kaufmannsberuf. Nebenbei lernte Hundeiker, las viel und bildete sich weiter. Pädagogische und philosophische Autoren hatten es ihm angetan.

Einer seiner Vorbilder, Johann Bernhard Basedow, bat ihm eine Stelle in seinem Philanthropin in Dessau an. Diese lehnte Hundeiker ab und kehrte 1775 nach Groß Lafferde zurück, um den Kaufmannsladen seines verstorbenen Vaters weiterzuführen. Neben dieser Tätigkeit bemühte er sich aktiv um die Weitergabe aufklärerischen Gedankenguts an die Bauern in der Umgebung. Was ihm große Achtung einbrachte. Außerdem brachte Hundeiker den Bauerskindern das Lesen und Schreiben bei.

Sein guter Ruf als Pädagoge führte dazu, dass er auch Jungen aus "besseren Kreisen" in seiner Schule, in Groß Lafferde, aufnehmen sollte. Der Andrang auf Plätze führte dazu, dass er den Krämerberuf aufgab und sich nur noch der Pädagogik widmete.

Öffentliche Blätter waren voll des Lobes für seine fortschrittlichen Lehr- und Erziehungsmethoden:
  • Er entwickelte eine Lautiermethode, die Kindern das Lesen erleichterte
  • Hundeikers Lesekasten unterstützte das Lesen lernen
  • Seine selbstentwickelte Fibel wurde zum Vorbild einer ganzen Lehrbuchgattung


1831 verlieh die Universität Jena Hundeiker den Ehrendoktortitel.

Johann Peter Hundeiker verstarb 1836.